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Auslöser

  1. Allergie
  2. Auslöser

Allergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose Reize aus der Umwelt. Mögliche Allergieauslöser (Allergene) sind Pollen, Tierhaare oder Nahrungsmittel.
Je nachdem wie die Allergene in den Körper gelangen, unterscheiden Experten Inhalationsallergene, Injektionsallergene, Nahrungsmittelallergene und Kontaktallergene.

Allergenarten

Allergenart Ursprung
Inhalations­allergene Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern
Hausstaub- und Vorratsmilben
Tiere (u.a. Fell, Haut, Speichel oder Drüsen)
Schimmelpilze (Sporen und Pilzfragmente)
Nahrungsmittel­allergene Pflanzliche (z. B. Früchte, Gemüse, Nüsse) und tierische Nahrungsmittel (z.B. Milch, Eier, Fisch)
Injektions­allergene Gift von stechenden Insekten (Honigbiene, Hummeln oder Wespen)
Injizierbare Medikamente
Kontakt­allergene Schmuck (Nickel)
Medikamente (z.B. antibiotische Salben)
Kosmetika und Duftstoffe1 Latexprodukte (z. B. Schutzhandschuhe)
Desinfektionsmittel

Inhalationsallergene

Charakteristisch für Inhalationsallergene ist, dass sie eine IgE-vermittelte Allergie vom Soforttyp (Typ-I-Allergie) auslösen. Zu dieser Gruppe zählen neben den Allergenen von Gräsern-, Kräutern- und Baumpollen auch Milbenallergene sowie Tier- und Schimmelpilzallergene.

Pollen

Das Charakteristische an Pollenallergenen ist, dass sie nur zu einer bestimmten Jahreszeit auftreten und Symptome auslösen. Dieser Zeitraum wird als Pollensaison bezeichnet. Baumpollenallergene stammen hierzulande vor allem von den Pollen der Birke, der Haselnuss, der Erle, der Hainbuche sowie der Eiche. Allergene der Birke zeigen eine hohe Ähnlichkeit zu Eiweißen zahlreicher Obst- und Gemüsesorten, weshalb Birkenpollenallergikern häufig auch auf diese Nahrungsmittel allergisch reagieren (pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien).

Die Allergene der verschiedenen Grasarten hingegen sind einander sehr ähnlich, was in Patienten zu Kreuzreaktionen zu Pollen nahezu aller Gräserarten führt. Zu den wichtigsten Quellen für Kräuterpollenallergene zählen der Beifuß, Wegerich sowie das aus den USA eingeschleppte Traubenkraut (Ambrosia), das aufgrund seiner zunehmenden Verbreitung in Europa eine immer wichtigere Rolle als Allergenquelle spielt.

 

Pollenallergene und ihr Ursprung
Pollenart Pflanzenart (Beispiele)
Baumpollen Birke, Erle, Hainbuche, Haselnuss, Eiche
Gräser Hafer, Honiggras, Gerste, Knäuelgras, Raygras, Roggen, Weizen, Wiesenlieschgras, Wiesenrispengras, Wiesenschwingel
Kräuter Beifuß, Gänsefuß, Sauerampfer, Wegerich, Traubenkraut (Ambrosia)
Milben

Die zweithäufigste Ursache einer Soforttyp-Allergie sind Hausstaub- und Vorratsmilben, die sich vor allem in Betten, Matratzen und Polstermöbeln sowie im Hausstaub finden. Die Allergene stammen vom Kot der mikroskopisch kleinen Spinnentiere sowie aus sich zersetzenden Milbenkörpern. Diese sind an Partikel des Hausstaubes gebunden.

Milbenallergene und ihr Vorkommen
Milbengruppe Vorkommen
Hausstaubmilben Betten, Matratzen, Polstermöbel, Hausstaub  
Vorratsmilben Vorräte (z.B. Speisen und Getreide), Hausstaub
Tiere

Eine weitere Allergenquelle sind Tiere wie Katzen, Hunde oder kleine Nager. Abhängig vom Tier werden die Allergene vom Fell, der Haut, dem Speichel oder auch von Drüsen abgesondert und können in Haushalten mit Tieren auch vermehrt im Hausstaub nachgewiesen werden. Da manche Allergene an Kleidern haften bleiben und sich lange in der Luft befinden, sind diese auch an öffentlichen Orten wie Verkehrsmittel oder Schulen nachweisbar. Ein typisches Beispiel hierfür sind Katzenallergene. Darüber hinaus besteht für Katzen- und Hundeallergiker ein erhöhtes Risiko, eine Allergie gegen weitere Tiere wie z.B. Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Ratte, Pferd oder Kuh zu entwickeln.

 

Tierallergene und ihr Ursprung
Tiergruppe Vorkommen
Hund Haut, Fell, Urin, Speichel  
Katze Haut, Talg-, Speichel-, Tränen-, Analdrüsen  
Kaninchen, Meerschweinchen Fell, Speichel, Urin
Pferd Haut, Exkremente, Speichel
Vögel Exkremente, Federn
Exoten Stacheln, Schuppen, Kot
Schimmelpilze

Pilzallergene werden von Schimmelpilzen freigesetzt, die im Freien aber auch in Innenräumen mit hoher Feuchtigkeit zu finden sind. Die meisten Schimmelpilzarten haben einen für sie typischen Lebensraum: So kommen Vertreter der Gattungen Cladosporium, Alternaria und Botrytis in der Vegetation vor, Aspergillus fumatus gedeiht vor allem in Kompost und verrottendem Pflanzenmaterial. Stachybotrys chartarum wächst auf sehr feuchten, zellulosehaltigen Baumaterialien (z. B. Tapeten). Viele Penicillium-Arten besiedeln verderbende Lebensmittel und (Bio-)Abfälle. Andere Schimmelpilzarten treten in feuchter Bausubstanz oder bei Tierhaltung mit Einstreu auf.

Injektionsallergene

Zu den Injektionsallergenen zählen Allergene, die durch den Stich von Insekten wie Honigbiene, Hummeln oder Wespen sowie durch Einspritzen von Medikamenten in den Körper gelangen.

Ursprung
Stechende Insekten Honigbiene, Hummeln oder Wespen 
Injizierbare Medikamente Lokalanästhetika

Nahrungsmittelallergene

Das Spektrum allergieauslösender Nahrungsmittel ist groß und umfasst sowohl pflanzliche (z. B. Früchte, Gemüse, Nüsse) als auch tierische (z. B. Milch, Eier, Fisch) Produkte. Prinzipiell werden als Nahrungsmittelallergene solche Stoffe bezeichnet, die nach Aufnahme über den Mund bei sensibilisierten Personen eine allergische Sofortreaktion auslösen. Bei einer Pollenallergie können auch allergische Symptome auf bestimmte Nahrungsmittel auftreten. So führt zum Beispiel die Allergie auf Birkenpollen bei vielen Betroffenen zu einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie gegen Obst, Gemüse oder Nüsse.

Kontaktallergene

Als Kontaktallergene werden chemische Substanzen bezeichnet, die mit körpereigenen Eiweißen reagieren und nur in diesem Verbund vom Immunsystem erkannt und bekämpft werden. Hautkontakt mit diesen Allergenen führt zu einem allergischen Kontaktekzem. Die Vielzahl der Kontaktallergene kann in Gruppen zusammengefasst werden, zu denen Metalle (Nickel, Kobalt, Chrom, Quecksilber), Pflanzen (Korbblütler, Birkenfeige), Textilallergene (Textilfarben wie Azo-Farbstoffe), Duftstoffe in Kosmetika und Alltagsprodukten sowie Latex (z. B. in Schutzhandschuhen) zählen.

Eine weitere wichtige Gruppe von Kontaktallergenen findet sich in oberflächlich angewandten Medikamenten wie Salben. Zu den Medikamenten, die häufig Kontaktekzeme auslösen, zählen Lokalanästhetika und als Salben angewandte Antibiotika. Des Weiteren können Desinfektionsmittel Konservierungsmittel, Kosmetika und Körperpflegeprodukte Kontaktallergien auslösen.

AllergenVorkommen
Nickel Schmuck und metallhaltige Kleidungsstücke (Reißverschlüsse, Knöpfe)
Chrom Gegerbtes Leder
Quecksilber Amalgam-Füllungen
Azo-Farbstoffe Textilfarben
Duftstoffe Kosmetika, Reinigungsmittel, Körperpflegeprodukte
Wollwachs­alkohole Salben, Kosmetika, Körperpflegeprodukte
Pflanzenextrakte Kosmetika und naturheilkundliche Körperpflegeprodukte