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Symptome

  1. Allergie
  2. Symptome

Die meisten Patienten mit einer Allergie leiden an charakteristischen Symptomen, welche direkt an den von der Allergie betroffenen Körperstellen auftreten. Folgende Beschwerden können eine Allergie zur Ursache haben:

Augensymptome der Allergie

Auge

Die allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kann bei vielen allergischen Erkrankungen wie der Pollen-, Milben- oder Schimmelpilzallergie vorkommen. Sie äußert sich durch typische Symptome wie juckende, gerötete Augen und einem vermehrten Tränenfluss. Auch eine Schwellung der Augenlider ist möglich.

Nasensymptome der Allergie

Nase

Bei einem allergischen Schnupfen (Rhinitis), entzündet sich durch den Kontakt mit Allergenen die Nasenschleimhaut. Typische Beschwerden sind Juckreiz, anfallartige Niesattacken sowie eine verstopfte oder laufende Nase. Abhängig von den Allergenen können die Symptome saisonal (Pollenallergie) oder ganzjährig (Milben- und Schimmelpilzallergie) auftreten. Pollenallergiker leiden häufig an Juckreiz und laufender Nase mit anfallartigen Niesattacken, während Milbenallergiker vornehmlich von einer verstopften Nase nach dem Aufstehen berichten.

Häufig treten allergischer Schnupfen und allergische Bindehautentzündung gleichzeitig auf. Experten sprechen dann von einer Rhinokonjunktivitis.

Allergie im Video

Ein Patient berichtet

Wie ist Max auf seine Allergie aufmerksam geworden? Was hat er unternommen und wie geht es ihm heute mit seiner Allergie?
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Atemwege

Bei Menschen, die an einer allergischen Rhinitis leiden, besteht die Gefahr eines sogenannten „Etagenwechsels“ der allergischen Erkrankung. Aus dem allergischen Schnupfen (Erkrankung der oberen Atemwege) entwickelt sich dabei im Laufe der Zeit ein allergisches Asthma bronchiale (Erkrankung der unteren Atemwege).

Beim Asthma sind die Atemwege dauerhaft entzündet. Die Bronchien reagieren empfindlich auf eigentlich harmlose Reize wie kalte Luft (bronchiale Hyperreagibilität) und zudem können die Atemwege verengt sein (variable Atemwegsobstruktion).

Asthma tritt bei ca. 10 % der Kinder und 5 % der Erwachsenen in Deutschland auf und kann verschiedene Ursachen haben. Allergien sind die häufigste Ursache für Asthma im Kindes- und Jugendalter. Bei Erwachsenen sind 50-70 % der Asthmaerkrankungen durch eine Allergie verursacht.

Neben Pollen-, Milben- und Schimmelpilzen können auch Nahrungsmittel ein allergisches Asthma auslösen.

Hautsymptome der Allergie

Haut

Eine der häufigsten allergischen Erkrankungen der Haut ist das atopische Ekzem. Die entzündliche Hauterkrankung wird auch als atopische Dermatitis oder Neurodermitis bezeichnet. Hauptsymptome der Neurodermitis sind Hauttrockenheit und ein starker Juckreiz. Bei starker Entzündung können zusätzlich Infektionen der Haut mit Bakterien oder Pilzen auftreten. Neurodermitis-Patienten sind häufig gegen Hausstaubmilben, Katzen, Pollen oder Nahrungsmittel allergisch. Die Erkrankung betrifft 2-5 % der deutschen Bevölkerung und beginnt meist schon im Kindesalter.

Pollen-, Milben-, Schimmelpilz- aber auch Nahrungsmittelallergiker leiden manchmal auch unter Juckreiz und Rötung der Haut sowie Ausschlag (Nesselsucht).

Magen-Darm-Symptome der Allergie

Magen-Darm-Trakt (Gastrointestinaltrakt)

Allergische Magen-Darm-Erkrankungen sind Folge überschießender Reaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose Nahrungsmittel. Hierdurch können verschiedene Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Blähungen, Schmerzen oder Durchfall, ausgelöst werden. 2-3 % der Erwachsenen in Mitteleuropa sind von einer Nahrungsmittelallergie betroffen. 4 % der Kleinkinder haben eine gesicherte Nahrungsmittelallergie. Allergische Magen-Darm-Erkrankungen können die Leistungsfähigkeit des Patienten erheblich beeinträchtigen. Oft sind Magen-Darm-Beschwerden schwer zuzuordnen, sodass Jahre vergehen, bis die richtige Diagnose gestellt wird. Bei unklaren Magen-Darm-Beschwerden ist deshalb eine exakte Allergiediagnostik unumgänglich.

Der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel kann auch zu einem oralen Allergiesyndrom mit Schwellungen der Zunge, der Lippen und des Kehlkopfbereiches (bis zur Atemnot) und Juckreiz in Mund- und Rachenraum führen. Der Betroffene kann auf das Nahrungsmittel direkt allergisch sein (z.B. auf Kuhmilch, Hühnerei, Erdnuss, Fisch) oder an einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie (z.B. Apfel, Kirsche) leiden. Bei der zweiten Form ähneln die Allergene der Nahrungsmittel den Allergenen von Pollen und lösen bei Pollenallergikern Symptome aus.

Symptome am zentralen Nervensystems bei Allergie

Zentrales Nervensystem

Auch unspezifische Beschwerden wie Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Abgeschlagenheit können durch allergische Reaktionen gegen Pollen, Milben, Schimmelpilze sowie Nahrungsmittel ausgelöst werden.

Patienten, bei denen unklare Beschwerden vorliegen, sollten deshalb von einem Facharzt abklären lassen, ob ihre Symptome durch eine allergische Reaktion verursacht werden.

Systemische Reaktionen

Bei der allergischen Sofortreaktion (Anaphylaxie) kommt es unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen zu einer akuten Reaktion des gesamten Organismus. Auslöser einer allergischen Sofortreaktion sind hauptsächlich Bienen- oder Wespengifte aber auch Nahrungs- oder Arzneimittel (z.B. Röntgenkontrastmittel, Azetylsalizylsäure, Penizillin). Epidemiologische Studien schätzen, dass 1-15 % der deutschen Bevölkerung betroffen sind. In schweren Fällen kann eine allergische Sofortreaktion zum Tode führen. Patienten, bei denen einmal eine anaphylaktische Reaktion aufgetreten ist, erhalten deshalb eine Notfallmedikation zur Selbstbehandlung von ihrem behandelnden Arzt.