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Kreuz­allergie

  1. Allergieformen
  2. Kreuzallergie

Die Zahl der Menschen, die von einer allergischen Erkrankung betroffen sind, hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Ebenso steigt die Zahl derer, die über Unverträglichkeitsreaktionen nach dem Genuss von Nahrungsmitteln klagen.

Häufigkeit von Kreuzallergien

Diese vermeintlichen Nahrungsmittelallergien haben häufig ihre  primäre Ursache in einer Sensibilisierung auf zumeist Inhalationsallergene wie Pollen. Experten sprechen in diesem Fall von einer sogenannten Kreuzallergie. So treten bis zu 60 % der Nahrungsmittelallergien im Erwachsenenalter im Zusammenhang mit einer Pollen- oder Milbenallergie auf. Entsprechend gilt die pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie mit einer Häufigkeit von zwei bis vier Prozent in der Bevölkerung als häufigste Lebensmittelallergie bei Jugendlichen und Erwachsenen. Betroffene reagieren vor allem auf den Genuss von Obst, Gemüse und Nüssen mit allergischen Reaktionen.

Wie entstehen Kreuzallergien?

Kreuzreaktionen entstehen, wenn sich die Allergene aus verschiedenen Quellen ähneln. Diese Ähnlichkeit der Allergenstruktur kann auf einer Verwandtschaft der Allergenquellen (z. B. Erdnuss und andere Hülsenfrüchte) oder auf einer Ähnlichkeit der Proteine beruhen, die aufgrund einer wichtigen biochemischen Funktion auch bei nicht oder wenig verwandten Arten (Hausstaubmilbe und Garnele) während der Evolution beibehalten wurde.

Entsprechend unterscheiden Experten Kreuzreaktionen zwischen Nahrungsmitteln, die vor allem durch die enge Verwandtschaft der betroffenen Arten bedingt sind, von solchen zwischen Nahrungsmitteln und nicht aus Nahrungsmitteln stammenden Allergenen.

Kreuzreaktionen bedingt durch Verwandtschaft der Allergenquellen

Kreuzreaktionen zwischen Nahrungsmitteln, die auf einer Verwandtschaft der Arten beruhen, treten vor allem zwischen verschiedenen Fischarten, Garnelenarten und anderen Krusten- oder Weichtierarten, Milch und Fleisch, Milch verschiedener Säugetierarten, Hülsenfrüchten (Leguminosen), Nüssen, Getreidearten und Steinfrüchten auf.

Kreuzreaktionen zwischen Latex- und Nahrungsmittelallergenen

Eine weitere wichtige Gruppe von Kreuzreaktionen bilden die zwischen Latex- und Nahrungsmittelallergenen. So ist eine Latexallergie ebenfalls häufig mit einer Unverträglichkeit gegen bestimmte pflanzliche Lebensmittel verbunden (Latex-Frucht-Syndrom). Zu den davon betroffenen Lebensmitteln zählen Esskastanie, Avocado, Kiwi, Banane, Paprika, Tomate und Kartoffel.

Kreuzreaktionen bedingt durch Ähnlichkeit zwischen Inhalations- und Nahrungsmittelallergenen

Auslöser von Kreuzreaktionen zwischen Inhalations- und Nahrungsmittelallergenen ist nach heutigem Wissensstand die Aufnahme luftverbreiteter Allergene, z.B. durch Pollen, und die anschließende Sensibilisierung. So führt beispielsweise die Sensibilisierung gegen Baumpollen (v. a. Birke) bei vielen Betroffenen zu einer Nahrungsmittelallergie gegen Obst, Gemüse und Nüsse. Allergiker gegen Hausstaubmilben berichten häufig über eine allergische Reaktion beim Genuss von Krebs- bzw. Krustentieren oder Schnecken. Rinder- oder Katzenallergiker vertragen häufig keine Kuhmilch bzw. kein Schweinefleisch.

Inhalationsallergie Nahrungsmittelallergie
Pollen Obst, Gemüse, Nüsse
Vogelproteine (Federn) Hühnerei, Geflügel, Innereien
Milben Schalen- und Weichtiere
Rindergewebe (Hautschuppen, Haare) Kuhmilch

 

 

 

Symptome der kreuzreaktiven Nahrungsmittelallergie

Symptome einer solchen Kreuzallergie treten meist innerhalb weniger Minuten bis zu zwei Stunden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auf. 

Am häufigsten handelt es hierbei um Juckreiz und Schwellungen im Mund- und Rachenraum (Lippen, Zunge, Gaumen, Ohren, Rachen), was häufig als orales Allergiesyndrom bezeichnet wird.

Eher selten kommt es zu schweren Reaktionen der Haut (Quaddeln, Rötung, Schwellung), des Magen-Darm-Traktes (Durchfall, Erbrechen), der Atemwege (Asthma, Atemnot) und des Kreislaufsystems (Blutdruckabfall, Schock). Diese mitunter lebensbedrohlichen Symptome werden als Anaphylaxie bezeichnet. Die Häufigkeit von Anaphylaxien scheint nach Expertenbeobachtungen zuzunehmen.

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Zusammenhang zwischen Pollen- und Nahrungsmittelallergie

Pollen Nahrungsmittel (häufig) Nahrungsmittel (selten)
Birke Haselnuss, Mandel, Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich, Nektarine, Aprikose, Pflaume, Erdbeere, Kiwi, Sellerie, Karotte, rohe Kartoffel, Sojabohne, Erdnuss, Mungobohne Kokosnuss, Walnuss, Banane, Ananas, Papaya, Mango, Orange, Avocado, Tomate, Paprika, Petersilie, Basilikum, Zwiebel, Knoblauch, Hopfen
Birke/Beifuß Sellerie, Karotte, Kartoffel, Gewürze Tomate, Paprika, Gurke, Spinat, Lauch, Kohl, Kresse, Senf, Soja, Erdnuss, Kiwi, Mango, Apfel
Gräser Melone, Orange, Tomate, Kartoffel, Mangold, Erdnuss, Soja, Erbse, Getreide
Traubenkraut (Ambrosia) Wassermelone und andere Melonenarten, Banane, Zucchini, Gurke
Naturlatex Esskastanie, Avocado, Feige, Kiwi, Melone, Papaya, Paprika, Tomate, Karotte, Kartoffel, Sellerie, Zucchini

Weitere Informationen zu den Auslösern von Kreuzallergien finden Sie hier.

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