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Pollenallergie

  1. Allergieformen
  2. Pollenallergie

Im Jahr 1819 berichtete der englische Arzt John Bostock erstmals über allergische Beschwerden in Form von Augen- und Nasensymptomen sowie späterem Asthma und vermutete die Ursachen in den Ausdünstungen von frischem Heu. Heute, knapp 200 Jahre später, sind die Verursacher des Heuschnupfens identifiziert: Pollen von windbestäubten Pflanzen wie Gräsern und Bäumen.

Wie häufig kommt die Pollenallergie vor?

Die Zahl der Menschen, die während der Vegetationsperiode zumindest zeitweise unter allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen, Augentränen/–jucken oder Asthma leiden, ist groß. Mehr als 30 % der Erwachsenen sind gegen Gräser- und Baumpollen sensibilisiert und haben somit ein hohes Risiko, eine Allergie zu entwickeln. Bei Kindern zwischen 3 und 17 Jahren betragen die Sensibilisierungsraten gegenüber Lieschgras, Roggen und Birke jeweils mehr als 20 %. Knapp 13 % der Kinder zwischen 0 und 17 Jahren haben eine Pollenallergie; 6,3 % leiden unter Asthma.

Was ist die Ursache der Pollenallergie?

Pollen von Birken und Gräsern sind in Deutschland die Hauptauslöser von Sensibilisierungen und Allergien. Verantwortlich hierfür sind Allergene in den Pollen, die über die Pollen mit der menschlichen Atemschleimhaut in Kontakt gebracht werden. Dort reagieren sie mit Immunzellen und lösen Prozesse aus, die zu Entzündungen führen. Bei einem Allergiker signalisieren die eigentlich harmlosen Pollen dem Immunsystem fälschlicherweise „Gefahr“. Ob und wann ein Mensch eine Pollenallergie entwickelt, ist abhängig von seiner genetischen Veranlagung und verschiedenen Umweltfaktoren. Weitere Informationen zu den Allergieauslösern finden Sie hier.

Wo fliegen welche Pollen?

Mit unserem Pollenradar weißt Du immer, wo welche Pollen gerade unterwegs sind. Klick Dich auf der Karte einfach zu Deinem Standort oder finde die Pollenbelastung in Deiner Region heraus, indem Du Deine PLZ eingibst.

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Was sind die Symptome einer Pollenallergie?

Das Hauptsymptom der Pollenallergie ist der saisonale allergische Heuschnupfen (saisonale Rhinitis allergica). Zusätzlich können Beschwerden wie die allergische Bindehautentzündung (allergische Konjunktivitis), Asthma bronchiale, saisonale oder chronische Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinosinusitis) sowie pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien (sogenannte Kreuzallergien) und Neurodermitis (atopisches Ekzem) auftreten. Die häufigste Kreuzallergie besteht zwischen Birkenpollen und Äpfeln. Zudem besteht die Gefahr des sogenannten Etagenwechsels der allergischen Erkrankung, bei dem sich aus Heuschnupfen (Erkrankung der oberen Atemwege) im Laufe der Zeit Asthma (Erkrankung der unteren Atemwege) entwickelt.

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Nase

  • Allergischer Schnupfen (Rhinitis) – auch Heuschnupfen genannt
  • Niesreiz
  • verstopfte oder laufende Nase
  • Nasenjucken
  • saisonale oder chronische Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen
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Augen

  • Allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • gerötete Augen 
  • juckende Augen
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Lungen

  • Allergisches Asthma 
  • Reizhusten
  • Atemnot
  • Engegefühl in der Brust
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Haut

  • Neurodermitis (atopisches Ekzem)
  • juckender, geröteter Hautausschlag
  • Schwellungen im Gesicht 
  • Quaddeln am Körper durch pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie
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Nervensystem

  • Kopfschmerz
  • Schlafstörungen
  • Lernstörungen
  • Arbeitsausfall
  • Konzentrationsstörungen
  • Aktivitätsverlust
  • Emotionale Probleme (frustriert, leicht reizbar)
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Mundbereich

Kreuzallergische Reaktionen durch Nahrungsmittel

  • Schwellungen der Zunge
  • Schwellungen der Lippen und des Kehlkopfbereichs
  • u.U. Atemnot
  • Gaumenjucken
  • Zungenbrennen
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Kreislauf

  • Anaphylaktische Reaktionen (Kreislaufbeschwerden) als kreuzallergische Reaktion

Bist Du allergisch?

Dir läuft die Nase schon wieder und ständig plagt Dich dieser nervige Husten? Eventuell hast Du eine Allergie. Mit unserem Allergietest kannst Du herausfinden, ob Deine Symptome zu einer Allergie passen.

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Wie sieht die Behandlung einer Pollenallergie aus?

Die Vermeidung des Allergens ist bei Pollen nur begrenzt oder gar nicht umsetzbar. Zur Linderung bestehender Symptome stehen Medikamente wie Antihistaminika, Glukokortikoidhaltike Nasensprays und abschwellende Nasensprays zur Verfügung. Sie unterdrücken die überschießende, allergische Reaktion des Körpers auf das Allergen, die zu den typischen Beschwerden der Pollenallergie führt.

Wenn Du dem Übel auf den Grund gehen willst, kannst Du über eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) nachdenken. Durch die Gabe wachsender Allergendosen wird hierbei versucht, im Körper eine Toleranz gegenüber dem Allergen zu entwickeln. Die SIT wird gewöhnlich über drei Jahre durchgeführt.

Aufgrund besserer klinischer Wirksamkeit bei frühem Beginn und möglichen vorbeugenden Effekten nimmt die SIT vor allem im Kindes- und Jugendalter eine wichtige Rolle ein. Auch bei Erwachsenen sind gute Erfolge belegt: Studien zeigen neben einem Rückgang der allergischen Beschwerden um 30 bis 40 % plus eine gesteigerte Lebensqualität.

Weitere Informationen zu den Auslösern der Pollenallergie finden Sie hier.

Die Allergie-App

Unsere kostenfreie App Allergohelp unterstützt Dich effektiv im Alltag für mehr Allergie-Freizeit. Neben hilfreichen Informationen über Allergien findest Du hier unter anderem auch eine Pollenflugvorhersage für Deine Region.

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