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Allergisches Asthma

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In den industrialisierten Ländern gilt Asthma als häufigste chronische Erkrankung bei Kindern sowie jungen Erwachsenen und schränkt bei Betroffenen nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Leistungsfähigkeit ein.
Bei ca. 6 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren wurde laut den Eltern schon einmal Asthma bronchiale diagnostiziert. Bei den Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren sind es im Mittel 8,6 Prozent, wobei Frauen mit 9,9 Prozent durchschnittlich etwas häufiger betroffen sind.

Man unterscheidet zwei wesentliche Formen des Asthmas:

Das allergische Asthma, bedingt durch eine allergische Reaktion, und das nicht-allergische Asthma.

Zur nicht-allergischen Form gehören infektionsbedingtes Asthma und das durch äußerliche Reize (Anstrengung, Staub/Rauch, Kaltluft) ausgelöste Asthma.

Bei einem Großteil der Betroffenen (etwa 65 Prozent der asthmatischen Erkrankungen) spielen Allergien bei der Entstehung des Asthmas eine zentrale Rolle. In den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der an allergisch bedingtem Asthma Erkrankten deutlich an, während die Prävalenz des nicht allergischen Asthmas stabil blieb. Wie andere allergische Erkrankungen tritt auch Asthma meist schon früh im Säuglings- und Kleinkindalter auf. Durch einen sogenannten Etagenwechsel von den oberen in die unteren Atemwege kann sich aus einem allergischen Schnupfen ein allergisches Asthma entwickeln. Aus diesem Grund ist eine frühe ursächliche Behandlung unbedingt empfehlenswert.

Wie auch andere Erkrankungen des atopischen Formenkreises ist allergisches Asthma dadurch gekennzeichnet, dass das Immunsystem auf bestimmte äußere Reize überreagiert. Im Fall von allergischem Asthma reagieren die Atemwege mit starker Abwehr auf

  • Pollen
  • Milben
  • Schimmelpilze
  • Tierhaare
  • Allergene am Arbeitsplatz.

Risikofaktoren für die Entstehung von Asthma

Es gibt Risikofaktoren, die die Entstehung einer asthmatischen Erkrankung begünstigen können. So besteht z.B. ein erhöhtes Risiko, wenn bereits eine atopische Erkrankung wie Heuschnupfen oder Neurodermitis vorliegt. Ein geringes Geburtsgewicht wird häufig mit der Entwicklung von Asthma in Zusammenhang gebracht, ebenso wie ein frühes Auftreten von bestimmten viralen Infekten der Atemwege. Rauchen, egal ob aktiv oder passiv, kann die Entstehung von Asthma fördern und den Verlauf der Erkrankung negativ beeinflussen.

Was passiert in den Atemwegen

Bei einer asthmatischen Erkrankung kommt es zu einer meist chronischen Entzündung der unteren Atemwege, was ein Anschwellen der Schleimhäute und eine Behinderung der Atmung nach sich zieht. Bei allergisch bedingtem Asthma wird diese Reaktion durch den Kontakt mit den jeweiligen Allergen provoziert. Anfälle von Atemnot, Husten und pfeifende Atemgeräusche (das so genannte „Wheezing“) gehören zu den Symptomen. Je stärker die Atemwege verengt sind, umso weniger Luft kann ausgeatmet werden. Die durch das Asthma bedingte Minderung der Lungenfunktion wird mittels eines Lungenfunktionstests bestimmt. Allerdings bedeutet eine normale Lungenfunktion nicht unbedingt, dass kein Asthma vorliegt, da die Atemwegsverengung zeitlich begrenzt sein kann. Hier kann eine serielle Messung oder der häusliche Gebrauch eines Peak-flow Meters sinnvoll sein.

Wie erfolgt die Diagnose?

Zur Abklärung einer asthmatischen Erkrankung werden Patienten zunächst eingehend zu Ihrer Krankengeschichte befragt und auf etwaige Atemgeräusche abgehört. Zu den weiteren Untersuchungen gehören ein Lungenfunktionstest und Röntgenaufnahmen, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Für die Diagnose von allergischem Asthma kommen zudem Allergie Hauttests und Provokationstests zum Einsatz, die bei einem Kontakt mit dem entsprechenden Allergen eine Reaktion erzeugen, sowie die Bestimmung des IgE.. Unter Allergie/Diagnose kannst Du weiterführende Informationen finden.

Wie wird allergisches Asthma behandelt

Wichtig ist eine rechtzeitige und richtige Behandlung. Behandlungsziel ist ein möglichst beschwerdefreies Leben bei Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit. Für die akute „Bedarfsmedikation“ und die langfristige „Basistherapie“ stehen Asthmamedikamente zur Verfügung, die die Beschwerden lindern und Anfällen vorbeugen.

Bekannte Auslöser für die Erkrankung sollten nach Möglichkeit strikt gemieden werden. Bei stabilem allergischem Asthma kann eine Hyposensibilisierung helfen: Die Behandlung, die auch als spezifische Immuntherapie bekannt ist, führt in vielen Fällen zu einer Toleranz des Immunsystems gegenüber Allergenen. Durch die Toleranz werden die Symptome abgeschwächt und der Bedarf an Begleitmedikation reduziert.

Prävention

Lies mehr zum Thema Prävention von Allergien unter Empfehlungen zur Allergieprävention und Risikominimierung.