Einfluss auf Lebensqualität

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Lebensqualität bei Allergie

Allergien wie beispielsweise Heuschnupfen (allergische Rhinitis) können einen enormen Einfluss auf die Lebensqualität von Betroffenen haben. Das kann sowohl zu einer erheblichen persönlichen als auch einer hohen allgemeinwirtschaftlichen Belastung führen. Die Lebensqualität kann bei einer Allergie in vielen Bereichen gemindert sein. So können z. B. das allgemeine Aktivitätslevel, die Schlafqualität oder die allgemeine Leistungsfähigkeit in der Freizeit, im Beruf oder in der Schule sinken.

Verminderte Leistungsfähigkeit

Allein in Deutschland gehen etwa 1 Mio. Fehltage pro Jahr auf das Konto von Allergien. Das ist kaum verwunderlich: Rund 30 % der Bevölkerung sind von Heuschnupfen und Co. betroffen. Außerdem ist die Zahl der Asthmapatient:innen aufgrund von allergischen Erkrankungen stark angestiegen: Bis zu 40% der Heuschnupfenpatient:innen entwickeln ein allergisches Asthma. Das lässt die Lebensqualität weiter sinken.

Bei Schüler:innen kann eine Allergieerkrankung zu einer deutlichen Minderung der schulischen Leistung führen. Laut einer Studie aus Großbritannien hatten Kinder mit unbehandeltem Heuschnupfen ein 40-prozentiges Risiko, am Ende des Schuljahres eine Note schlechter abzuschneiden. Darüber hinaus müssen laut einer Untersuchung aus den frühen 2000er Jahren in Deutschland pro Jahr 30.000 Jugendliche ihre Ausbildung aufgrund einer Allergie abbrechen – mit möglichen Folgen für das weitere Berufsleben.

Verbesserung der Lebensqualität

Doch was können Patient:innen tun, um ihre Lebensqualität trotz Allergie zu erhalten oder zu verbessern? Die wichtigste Maßnahme ist natürlich die Vermeidung des Kontakts mit Allergenen – doch das ist nicht immer möglich. Deshalb bietet sich der Einsatz einer der folgenden Therapieformen an:

  • Symptomatische Therapie:
    Eine symptomatische Therapie kann zu einer Verbesserung allergischer Beschwerden beitragen. Sie wirkt jedoch nur, solange die Medikamente auch eingenommen/ angewendet werden und nicht darüber hinaus.
  • Allergen-spezifische Immuntherapie:
    Eine Allergen-spezifische Immuntherapie (AIT, auch Hyposensibilisierung genannt) hat neben einer Verbesserung der Beschwerden zusätzliche mögliche Langzeiteffekte und kann der Entstehung von Asthma und neuen Sensibilisierungen vorbeugen. Sie bekämpft nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursache: sie wirkt also kausal. Analysen mehrerer klinischen Studien haben gezeigt, dass die Allergen-spezifische Immuntherapie zu einer messbaren Besserung der Lebensqualität führen kann. Dabei wurden Faktoren wie Aktivität, Schlaf und allgemeine Leistungsfähigkeit berücksichtigt.

Zur Info:

Der Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen kann auch in theoretisch kontrollierbarer Umgebung nicht immer vermieden werden. So zeigte beispielsweise eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg im Jahr 2017, dass die gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Allergene in 55 % der untersuchten Restaurants nicht umgesetzt wurde.

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