Therapietreue Allergie

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Hypo­sensibilisierung: Durchhalten lohnt sich

Mit einer Hyposensibilisierung, auch Allergen-spezifische Immuntherapie (AIT) genannt, kannst du deine Allergie wirksam und nachhaltig behandeln. Der Behandlungserfolg fällt jedoch deutlich geringer aus, wenn du die Therapie vorzeitig abbrichst oder von der empfohlenen Anwendung abweichst. Zugegeben: Es erfordert Disziplin, der AIT über eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 3 Jahren treu zu bleiben.

Bei einer subkutan verabreichten Immuntherapie (SCIT) erhalten Allergiker innerhalb von 3 Jahren ca. 30 Spritzen. Wird die Hyposensibilisierung sublingual (SLIT) verabreicht, nehmen Betroffene über einen Zeitraum von drei Jahren zum Beispiel über 1.000 Tabletten ein.

Zwei groß angelegte deutsche Untersuchungen haben etwas Interessantes ans Licht gebracht: Die Hausstaubmilben- und Pollenallergiker, die ihre Hyposensibilisierung als SCIT erhielten, führten sie deutlich länger fort als jene, die die Behandlung als SLIT-Tabletten erhielten. So erreichten sie häufiger die empfohlenen 3 Therapiejahre und verbesserten damit ihre Chancen auf einen Behandlungserfolg.

 

Tipp für Fachkreise: RWE Studienergebnisse

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Darum empfehlen wir dir eine Hyposensibilisierung

Das solltest du unbedingt wissen: Die Allergen-spezifische Immuntherapie, oder auch Hyposensibilisierung, ist die einzige Therapieform bei Allergien, die nicht nur die Symptome bekämpft! Sie hilft deinem Körper sich langsam an das Allergen zu gewöhnen und kann dir damit ein gutes Stück Lebensqualität zurückgeben! Aber auch weiteren Verschlechterungen kann sie vorbeugen – welche das sind und warum sich die Therapie lohnt - zeigen wir dir in diesem Video!

Zwei Wege der Hypo­sensibilisierung

  SCIT (subkutane Immuntherapie) SLIT (sublinguale Immuntherapie)
Verabreichung - Spritzen
- Ärztliche Beobachtung für 30 Minuten
- Verzicht auf körperliche Anstrengung, Alkohol und Saunabesuche am Tag der Injektion
- Tabletten oder Tropfen
- Erste Einnahme unter ärztlicher Aufsicht und Nachbeobachtung
Behandlungsverlauf Phase 1:
- Einleitungstherapie im wöchentlichen Rhythmus bis zur Höchstdosis (ansteigende Allergenmenge)
Phase 2:
- ca. alle 4 bis 8 Wochen eine Injektion (individuelle Maximaldosis, auch Erhaltungsdosis genannt)
- Tägliche Einnahme von einer Tablette
Dauer der Therapie - In der Regel über 3 Jahre - In der Regel über 3 Jahre
Mögliche Nebenwirkungen* - Am häufigsten:
Schwellung, Rötung, Kribbeln und Juckreiz an der Injektionsstelle
Treten vor allem in den ersten 30 Minuten nach Injektion auf, können auch Stunden später noch auftreten.
- Am häufigsten:
Juckreiz im Mund, Rachenreizung und Schwellung im Mund
Können mehrere Tage anhalten.

* Diese Nebenreaktionen bilden sich in der Regel schnell zurück. Selten kann es zu systemischen allergischen Reaktionen kommen. Zu weiteren Nebenwirkungen der einzelnen Präparate wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.

Motivation für die Hypo­sensibilisierung

Da geht noch mehr:

Schon im ersten Jahr können sich deine Symptome verbessern! Und das Beste: Je länger du darüber hinaus durchhältst, desto weniger werden deine Beschwerden und desto nachhaltiger ist der Behandlungserfolg. Nach der dreijährigen Therapie kannst du von einem möglichen Langzeiteffekt der AIT profitieren, d. h., dass die positiven Effekte weit über die Zeit der Behandlung hinausgehen können und du viele Jahre noch eine deutliche Besserung verspüren kannst.

Werde zum Experten:

Hol dir von deinem Facharzt alle Informationen über die Behandlung und wirke an der Therapieentscheidung mit. Auch du hast es in der Hand!

Du hast dein Leben im Griff?

Die Hyposensibilisierung packst du auch! Behalte die Arzttermine im Blick und gib dem Praxisteam rechtzeitig Bescheid, wenn du eine Reise planst oder aus anderen Gründen einen Termin nicht wahrnehmen kannst.

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